Mannschaftskampf gegen SV Menden 2 3:3
„Die 4. Runde der Verbandsbezirksliga führte uns nach Menden. Dort fanden wir sehr schöne und große Räumlichkeiten vor.
Leider fing der Kampf denkbar unglücklich an.
Dietmar an Brett 6 hatte leider in einer Nebenvariante seines Gegners am Damenflügel Probleme und musste früh eine Figur ins Geschäft stecken. Leider fehlte ihm am Ende ein Tempo, um einen Bauern umwandeln zu können und so folgte die Aufgabe.
Ähnlich unglücklich verlief die Schwarzpartie von Emre an Brett 4. Er verlor früh seine Dame gegen einen Turm und so stand es 2:0 für Menden.
Doch dann keimte zum ersten Mal an diesem Tag Hoffnung auf. Hans Peter an Brett 2 hielt seiner starken Gegnerin sehr gut stand und erreichte ein Remis mit den schwarzen Figuren. Das sollte sich noch als sehr sehr wichtig erweisen. Seine Gegnerin hatte vorher einiges probiert und hatte ihren Läufer z.B. lästig nach d6 eingepflanzt. Aber all das konnte Hans Peter nicht erschrecken. Mit seiner Erfahrung beseitigte er den lästigen Läufer, und als dann noch was abgetauscht wurde und die weiße Initiative verschwand, einigte man sich auf die Punkteteilung.
Darauf kam der erste Paukenschlag für uns. Carsten an Brett 5 holte den vollen Punkt, nachdem sein Gegner die Dame auf das falsche Feld platziert hatte und dann aufgeben musste. In der Nachanalyse zeigte sich, dass Carsten und sein Gegner kurz zuvor eine Figur-bringende Taktik übersehen hatten.
Es stand also 2,5 zu 1,5 für Menden.
Martin an Brett 1 war gut aus der Eröffnung gekommen. Eine von ihm bereits am Theorieabend vorgestellte Variante bekam er mit a3 und b4 als Extrazüge, da die schwarze Dame von a5 wieder zurück nach d8 musste. Martin wollte es diesmal wissen und lehnte auch ein Remisangebot ab. Nachdem sein Gegner zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, spielte sein Gegner eine Ungenauigkeit und gab freiwillig die einzige offene Linie auf. Das führte zu einer Druckstellung im Turmendspiel. Einziges Problem war Martins Zeitmanagement. Er musste die letzten 15 Züge mit 20 min Grundbedenkzeit spielen. Daher lenkte er dann ins Bauernendspiel ein. Was vorteilhaft für ihn war, da er aus der Eröffnung den a- und b-Bauern schon vorgerückt hatte, und diese Bauern waren nun äußerst gefährlich und banden den schwarzen König. Die einzige Möglichkeit für Schwarz wäre nun gewesen, den h-Bauern abzutauschen. Das verpasste er. Martin machte dann alles richtig, um dann ganz am Ende, als der Gegner die Partie schon abgeschrieben hatte, einen falschen Königszug zu machen. Er verlor ein Tempo und so konnte der schwarze König doch noch rechtzeitig h7 und h8 erreichen – der h-Bauer reichte nicht.
Sehr ärgerlich.
Es stand also 3:2 gegen uns. Aber Thomas hatte mit den weißen Steine an Brett 2 eine angenehmere Stellung. Er spielte gegen einen isolierten Bauern. Nach einiger Zeit und einigen Abtäuschen entstand eine Stellung mit Dame und Turm und jeweils Läufer unterschiedlicher Farben auf dem Brett. Und Thomas machte jetzt großen Druck und gewann 2 Bauern. Dann musste Thomas aber seine Qualität geben und der Sieg war noch möglich, aber nicht mehr so klar, bis dann sein Gegner den entscheidenden Fehler begann. Er schlug einen von Thomas 3 Bauern am Damenflügel. Das gab Thomas aber die Möglichkeit die Damen zu tauschen und 2 Freibauern, unterstützt vom Läufer, waren nicht mehr aufzuhalten. Der schwarze Läufer unterstützte die Bauern optimal und der Turm konnte nur einen Bauern am Vormarsch hindern. Sogar der Bauernangriff auf den Läufer konnte dann ignoriert werden – die Bauern wären zur Dame umgewandelt worden. Der Gegner musste nach so vielen Stunden aufgeben. Der Chronist war wirklich beeindruckt, mit welcher Ruhe und Entschlossenheit Thomas die weißen Steine zum Sieg führte. Starke Leistung in einer sehr starken Saison von Thomas.
3 zu 3 hieß es am Ende. Danach sah es lange nicht aus. Wir konnten somit den Abstand zum Tabellenende auf 2 Punkte vergrößern.
Im letzten Kampf spielen wir dann vor heimischer Kulisse gegen Hemer III.“ (Bericht Martin Kramer)
